Satzung der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V.

- Fassung vom 13. April 2013 -

§ 1
Der Name des Vereins lautet „Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde e.V.“. In der abgekürzten Form wird der Begriff „WGfF“ verwendet. Der Verein wurde am 12. März 1913 gegründet. Vereinssitz ist Köln.

§ 2
Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung in familien- und wappenkundlicher Hinsicht sowie die Pflege des historischen Bewusstseins und des Interesses an regionaler Geschichte und deren Erforschung. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:
a) die Durchführung wissenschaftlicher Veröffentlichungen, Veranstaltungen und Forschungsvorhaben.
b) die Gründung und Unterhaltung wissenschaftlicher Stellen zur Sammlung genealogischen Materials, zur Leitung familiengeschichtlicher Veröffentlichungen und zur Beratung bei einschlägigen Arbeiten.

§ 3
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 ff. der Abgabenordnung.
Die Gesellschaft ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Gesell¬schaft dürfen nur für satzungsgemäße Zecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4
Die Gesellschaft ist in das Vereinsregister Köln eingetragen.

§ 5
Die Gesellschaft besteht aus ordentlichen Mitgliedern und Ehrenmitgliedern. Über die Aufnahme der Mitglieder entscheidet der Vorstand. Die Ernennung von Ehrenmitgliedern und von Ehrenvorsitzenden erfolgt auf Vorschlag des Vorstandes und des Beirates durch die Mitgliederversammlung. Über die Ernennung von Stiftern und Patrone ent¬scheidet der Vorstand.

§ 6
Für außerordentliche Verdienste auf dem Gebiete der wissenschaftlichen Genealogie oder für hervorragende Verdienste um die Gesellschaft kann die aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums gestiftete Ernst-von-Oidtman-Medaille verliehen werden. Über die Verleihung entscheidet der Vorstand.

§ 7
Der Vorstand kann zum Zwecke des Austauschs von Veröffentlichungen mit anderen Vereinen und Institutionen Tauschpartnerschaften abschließen.

§ 8
Die ordentlichen Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag, der von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird. Für Familienangehörige, Schüler und Schülerinnen, Auszubildende und Studierende kann ein verminderter Jahresbeitrag festgesetzt werden. Der Jahresmit¬gliedsbeitrag wird erstmals mit der Aufnahme als Mitglied für das volle Kalenderjahr und dann jeweils mit dem Beginn eines neuen Kalenderjahres für dieses Jahr fällig.

§ 9
Die Mitglieder können durch schriftliche Erklärung bis zum 1. Oktober zum Jahresende aus der Gesellschaft austreten. Mitglieder, die mit der Zahlung des Jahresbeitrages mehr als zwei Jahre im Rückstand sind und den Betrag trotz zweimaliger Mahnung nicht entrichten oder unehrenhaft oder gegen die Belange der Gesellschaft gehandelt haben, können durch Beschluss des Vorstandes aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Gegen diesen Beschluss hat der Ausgeschlossene binnen einen Monats nach Zustellung das Recht der Berufung an die Mitgliederversammlung, die endgültig entscheidet.

§ 10
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 11
Organe der Gesellschaft sind:
1. der Vorstand,
2. die Mitgliederversammlung,
3. der Beirat.

§ 12
Der Vorstand besteht aus:
1. dem Vorsitzenden,
2. dem ersten Stellvertreter,
3. dem Schatzmeister,
4. dem Schriftführer,
5. dem Geschäftsführer,
6. dem Vorsitzenden des Beirates
sowie mindestens drei weiteren Beisitzern.
Der Vorsitzende und der Schatzmeister vertreten die Gesellschaft im Sinne des § 26 BGB. Jeder ist allein vertretungs- und verfügungsberechtigt.
Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt, der Vorsit¬zende des Beirates wird jedoch durch den Beirat gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

§ 13
Die Mitgliederversammlung der Gesellschaft findet alljährlich bis zum 30. Juni statt. Die Einberufung von außerordentlichen Mitgliederversammlungen erfolgt auf Beschluss des Vorstandes, des Beirates oder, wenn mindestens der zehnte Teil der Mitglieder eine Berufung schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangt.
Die Mitgliederversammlung hat den Jahresbericht entgegenzunehmen, die Jahresrechnung zu prüfen, den Vorstand zu entlasten, über die Ernennung von Ehrenmitgliedern und Ehrenvorsitzenden zu entscheiden sowie über Satzungs¬änderungen und die Auflösung der Gesellschaft zu beschließen.
Der/die Vorsitzende, im Falle seiner Verhinderung der/die erste Stellvertreter/in, beruft die Mitgliederversammlung mit einer Frist von wenigstens zwei Wochen unter Angabe der Tagesordnung ein. Die Mitgliederversammlung ist stets beschlussfähig. Es entscheidet Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt der Versammlungsleiter den Ausschlag. Satzungsänderungen bedürfen der Genehmigung von mindestens zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder.

§ 14
Für die Prüfung der Jahresrechnung wählt die Mitgliederversammlung zwei Kassenprüfer, die der Mitgliederversamm¬lung einen Prüfbericht abzustatten haben.

§ 15
Der Beirat unterstützt den Vorstand in der Geschäftsführung, in der Ausführung der Gesellschaftsbeschlüsse und in der Verwaltung des Gesellschaftsvermögens.
Er setzt sich zusammen aus den Ehrenvorsitzenden, den Leitern der Bezirksgruppen und aus weiteren Mitgliedern, welche auf Vorschlag des Vorstandes
a) aus dem Kreis der Mitglieder sind
b) als Vertreter aus dem Bereich öffentlicher und kirchlicher Institutionen
von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt werden. Die Mitglieder des Beirates sind in einer Liste zu führen, die jeweils anlässlich der Mitgliederversammlung bekannt zu geben ist.
Die Zahl der Mitglieder des Beirates soll 25 Personen nicht überschreiten. Der Beirat kann für ein ausscheidendes Mitglied bis zur nächsten Mitgliederversammlung einen Ersatzmann wählen. Ein Ehrenvorsitzender ist lebenslänglich Mitglied des Beirates. Der Beirat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden des Beirates und einen Schriftführer.

§ 16
Der Beirat wird von seinem Vorsitzenden einberufen und tritt allein oder mit dem Vorstand gemeinsam zusammen. Eine Einberufung muss erfolgen auf eine schriftliche Aufforderung des Vorstandes oder auf schriftlichen Antrag der Mehrheit seiner Mitglieder. Auf der Mitgliederversammlung erstattet der Beirat über seine Tätigkeit Bericht. Er ist bei Anwesenheit von mindestens fünf Mitgliedern beschlussfähig. Er gibt sich seine Geschäftsordnung selbst. An den Sitzungen des Beirats nimmt ein Vertreter des Vorstandes, an den Vorstandssitzungen der Vorsitzende des Beirates teil.

§ 17
Der Vorstand bestellt im Einvernehmen mit dem Beirat die Leiter der wissenschaftlichen Projekte und der Ausschüsse. Sie müssen Mitglieder der Gesellschaft sein. Sie können an den Sitzungen des Vorstandes und des Beirates mit beraten¬der Stimme teilnehmen.

§ 18
Die Mitglieder in einer Stadt oder in einem größeren Bezirk können sich zu einer Bezirksgruppe zusammenschließen und eine örtliche Leitung wählen. Ist die Bezirksgruppe vom Vorstand genehmigt, so hat ihr Leiter oder sein Stellvertreter das Recht, an den Sitzungen des Beirates mit Stimmrecht teilzunehmen. Der Vorstand hat das Recht, nach Anhören des Beirates eine Bezirksgruppe aus besonderem Grund aufzulösen. Gegen diesen Beschluss hat die Bezirksgruppe ein Berufungsrecht an die Mitgliederversammlung, die endgültig entscheidet.

§ 19
Die Beschlüsse des Vorstandes, der Mitgliederversammlung und des Beirates sind zu protokollieren und von dem jeweiligen Versammlungsleiter oder Vorsitzenden und dem Protokollführer zu unterschreiben.

§ 20
Die Auflösung der Gesellschaft kann nur durch einen Beschluss der Mitgliederversammlung bei Anwesenheit von mindestens einem Viertel aller Mitglieder mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Erschienenen erfolgen. Bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft fällt das Vermögen an die Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte (Institut für Genealogie), rechtsfähige Stiftung, Berlin oder aber, falls die Zentralstelle nicht mehr bestehen sollte, an das Land Nordrhein-Westfalen, die es ausschließlich und unmittelbar nur für gemeinnützige Zwecke verwen¬den dürfen.

Köln / Roxheim, den 13. April 2013

Download der Satzung der WGfF (32 kB)