Genealogie und Ahnenforschung
Aktualisiert am: 22.08.2010 um 21:34
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Kennen Sie Ihre Familiengeschichte?
Die Beschäftigung mit der Frage nach der Herkunft der eigenen Familie, der Herkunft des Familiennames ist heute wieder "in". Dieses zeigen die steigenden Anfragen bei genealogischen Vereinen und die steigenden Mitgliedszahlen in diesen Vereinen. Viele suchen in der Familienforschung (Fachbegriff: Genealogie) eine neue Freizeitbeschäftigung und haben Schwierigkeiten, die ersten Schritte in dieses neue Hobby zu gehen. Manche haben noch Unterlagen ihrer Eltern und Großeltern, die sie als Grundlage benutzen.

Wie betreibe ich Familienforschung?
Zunächst beginnt man die Sammlung von persönlichen Daten bei sich selbst und seinen Eltern. Hier gilt es Daten der Geburt, der Eheschließung und ggfls. die Sterbedaten zu erfassen. Es dürfte nicht schwer sein, die entsprechenden Urkunden auszuwerten und die Quelle/Registriernummer zu erfassen. In ein Schema gebracht, vergibt man seinem Vater die Ziffer 2, an die Mutter die Ziffer 3 und an sich selbst die Ziffer 1, um unter diesen Ziffern die jeweiligen personenbezogenen Daten zu ordnen. Mit der Erfassung der Großelterngeneration verfährt man entsprechend, indem man die Ziffer der vorher erwähnten Generationen für den Vater verdoppelt, also 2 (Vater) x 2 = 4 (= Großvater) + 1 = 5 (=Großmutter), Ziffer 4 und 5 sind also die Eltern von 2. die Eltern von 3 sind demnach Ziffer 6 (Vater) und 7 (Mutter). Entsprechend baut man die weiteren Generationen auf. Beachten Sie bitte, daß 2, 4, 8, 16, 32, 64 usw. der jeweilige Vorfahr der väterlichen Linie ist. Jetzt kann eigentlich bei der Zuordnung nichts mehr passieren.

Aus den Unterlagen (Urkunden / Kirchenbucheintragungen) sind alle Daten und Namen zu erfassen. Vergessen Sie nicht die Namen der Taufpaten/Trauzeugen. Manchmal helfen Ihnen nur diese Angaben bei der Überwindung von Lücken und bei Datenvergleich weiter. Die Angabe der Quelle bitte ebenfalls nicht vergessen, z.B. KB (=Kirchenbuch) St. Matthias, Essen, Taufen 1870 - 1877, Seite 300, Nr. 1876/12.

Zur Darstellung Ihrer Ergebnisse können Sie eine eigene Vorlage entwickeln, oder sich dem Angebot einschlägiger Verlage bedienen. Ahnentafel- oder Stammbaumvordrucke erhalten Sie in jedem gut sortierten Schreibwarengeschäft.

Die Bezirksgruppe Essen stellt sich vor

"Genealogische Abende" sind seit 1926 in Essen nachweisbar, aber erst 1934 kommt es durch den Krupparchivar, Herrn F. G. Kraft zur Gründung einer Bezirksgruppe der seinerzeit 1913 in Köln gegründeten Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V.. Von 1937 bis 1942 war Herr Stadtarchivar Robert Jahn, als Nachfolger von F. G. Kraft, Vorsitzender der Bezirksgruppe. Durch Kriegseinwirkungen mußte die Arbeit unterbrochen werden. Erst 1957 erfolgten unter Vorsitz von Herrn Leo van de Loo wieder genealogische Veranstaltungen in Essen. Von 1958 bis 1963 leitete Herr Pfarrer Engelhardt die Bezirksgruppe, von 1963 bis 1996 Herr Dr. med. Wilfried Vogeler, der auch zu den Gründungsmitgliedern zählte.
Neben der bereits oben erwähnten 85 Personen, die Mitglied im Hauptverein sind, gibt es eine große Anzahl Personen, die lediglich ortshistorisches Interesse haben oder die anderen genealogischen Vereinen in Deutschland angehören, hier lediglich wohnen und somit Kontakt zu Familienforschern vor Ort halten möchten. So haben wir das Glück, in unserer Bezirksgruppe vielseitige Kontakte über die Region Essen hinaus knüpfen zu können.
Der Hauptverein selbst zählt mit über 2000 Mitgliedern zum größten genealogischen Verein der Bundesrepublik.